Fort- und Weiterbildungen

Seminare - Webinare - Fachtagungen

Damit die Handwerksunternehmen immer auf dem Laufenden sind und der Konkurrenz einen Schritt voraus, gehört die schnelle und effektive Informations- und Wissensvermittlung zu den Kernaufgaben des Verbandes.

Eine Möglichkeit für die SHK-Unternehmer und deren Mitarbeiter ist der Besuch einer Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme.

Das Angebot des Fachverbandes ist breit gefächert und reicht vom Webinar und kurzen Workshop über ganztägige Seminare bis hin zu Fachtagungen und mehrtägigen Veranstaltungen.

Seminare 12
Fachtagungen 2
Lehrgänge
  Asbestsachkunde gemäß TRGS 519 Anlage 4C 4
  Asbestsachkunde gemäß TRGS Anlage 5 1
  SHK-Fachkraft für Klima- und Wärmepumpen-Anlagen 6
  SHK-Fachkraft für Hygiene und Schutz des Trinkwassers 1
  Anforderungen der TRGI 2018 1
  Gefährdungsanalyse nach TRWI, Workshop 1
  Fachbetriebsschulung nach § 19 l WHG (Heizölverbraucheranlagen) 3
  Kältetechnik "praktische Übungen" 1
  Wärmepumpenschulung VDI 4645 1
  Smart home - KNX Workshop 2
  Technik-know-how für kfm. MitarbeiterInnen 6
Webinare  
  ÜWG-Fortbildung nach § 62 AwSV 8
  ÜWG-Monteurschulung 6
  Sachkundenachweis TRGI 1
  Sachkundenachweis TRWI 1
  Monteurschulung „Fit an Gasanlagen“ 3
  Einstieg in die Gefährdungsanalyse nach TW-VO 1
  BEG-Antrag richtig stellen 1
  Fördergelder für energieeff. Bauen und Sanieren 3
  Das GEG für das SHK-Hw auf den Punkt gebracht 2
  Raumluftfiltergeräte für Schulen und Kitas 1
  Richtig Lüften unter Pandemiebedingungen 1
  Die neue FeuVO für das SHK-Hw auf den Punkt gebracht 1
  Die Baustellenorganisation im SHK-Handwerk 2
  Kunden- und Wartungsorganisation 2
  Das One Touch-Angebot im SHK-Handwerk 1
  Kostenrechnung im SHK-Handwerk 1
  Reise durch die Betriebswirtschaft 1
  Die Betriebsnachfolge im SHK-Betrieb richtig gestalten 1
  Cyberkriminalität im Handwerk 1
  SHK-Betrieb im Internet: digitales Präsenzmanagement 1

TRGI- und TRWI-Qualifikationslehrgang als Onlinekurse

Die Durchführung der Qualifikationskurse zur Eintragung in die Installateurverzeichnisse Gas und Wasser durch den Fachverband im Auftrag des Landesinstallateurausschusses hat sich inzwischen etabliert.

Die Teilnehmenden bewerten den Online-Lehrgang überwiegend positiv.
Durch das Format als Onlinelehrgang, zweimal in der Woche abends jeweils drei Stunden, ersparen sich die Teilnehmer gegenüber einem Präsenzkurs Reisezeit- und -kosten.

Das Onlineformat wirkt sich nicht negativ auf die Kursergebnisse und die Prüfungsleistung aus. Die entsprechenden Quoten spiegeln ziemlich genau die aus dem früheren Präsenzformat bekannten Ergebnisse wider. Der Landesinstallateurausschuss hat daher beschlossen, die TRGI- und TRWI-Lehrgänge weiterhin im Onlineformat anzubieten und den Fachverband mit der Durchführung zu beauftragen.

Hintergründe

Der Landesinstallateurausschuss ist ein gemeinsames Gremium vom Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg als Vertreter des SHK-Handwerks und vom Verband für Energie- und Wasserwirtschaft als Vertreter der Wasserversorger und der Gasnetzbetreiber.

Betriebe, die in ein Installateurverzeichnis Gas oder Wasser bei den entsprechenden Versorgern eingetragen werden wollen, brauchen einen Qualifikationsnachweis. Der TRGI- und TRWI-Qualifikationslehrgang dient als solcher und richtet sich an Personen, die einen in die Handwerksrolle eingetragenen Betrieb führen, ohne jedoch eine Meisterausbildung vorweisen zu können.

Asbestsachkunde ist im Sanierungsbereich ein Muss

Mitarbeiter müssen über Gefahrenstoff Bescheid wissen

Zwar dürfen Asbest und Asbestzementprodukte seit 1993 nicht mehr produziert und eingesetzt werden, doch die "Altlasten" stellen immer noch eine Gesundheitgsefahr dar. Denn Studien zufolge, befindet sich in rund 25 Prozent der Bestandsgebäude älterer Baujahre Asbest in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern. Da im Zuge von Sanierungsarbeiten häufig Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber bearbeitet werden, setzen sich Handwerker hier einer großen Gefahr aus. Eine Gesundheitsgefährdung besteht nämlich immer dann, wenn Asbest freigesetzt und eingeatmet wird.

Entsprechend müssen Handwerksbetriebe, die an asbesthaltigen Produkten Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen, die Sachkunde gemäß der Technische Regel für Gefahrstoffe Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten - TRGS 519 - nachweisen. Somit sollte jeder Betrieb, der in der Badsanierung und ähnlichen Bereichen tätig ist, eine Asbestsachkundeschulung besucht haben.

Der Fachverband hat 2021 sowohl die Schulungen zur Sachkunde gemäß der Technische Regel für Gefahrstoffe Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten - TRGS 519 - als auch zur Asbestsachkunde gemäß TRGS Anlage 5 durchgeführt.

Trinkwasserhygiene: Fokus auf unser Lebensmittel Nr. 1

SHK-Fachbetrieb für Hygiene und Schutz des Trinkwassers

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer 1 und die Trinkwasserhygiene damit weiterhin ein Megathema der Branche. Um die SHK-Betriebe in diesem Bereich fit zu machen und mit der entsprechenden Kompetenz auszustatten, bietet der Fachverband SHK Baden-Württemberg die Fortbildung zum "SHK-Fachbetrieb für Hygiene und Schutz des Trinkwassers" an.

Die Kunden dieser speziell qualifizierten SHK-Unternehmen profitieren von einem "Rundum-sicher-Paket" im Bereich Trinkwasserhygiene, das von der hygienegerechten Planung über die Beratung und Installation bis hin zur Gefährdungsanalyse bei Legionellenbelastung reicht.

 

Workshop zur Gefährdungsanalyse

In der Trinkwasserverordnung ist die Erstellung einer Gefährdungsanalyse dann gefordert, wenn der Technische Maßnahmenwert für Legionellen von 100 Kolonienbildenden Einheiten pro 100 Milliliter Wasser überschritten ist. In diesem Fall ist der Betreiber verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse zu erstellen oder erstellen zu lassen.

Für die "SHK-Fachkräfte für Hygiene und Schutz des Trinkwassers", die ihre Kenntnisse im Bereich Gefährdungsanalyse vertiefen wollen, bietet der Fachverband einen Workshop zur Gefährdungsanalyse an. Zwar gibt es keine strenge Vorgabe für die Erstellung und den Aufbau einer Gefährdungsanalyse, doch sind bestimmte Kerninhalte unerlässlich. Diese werden in dem praxisnahen Workshop ausführlich dargestellt, in den viele Beispiele und Erfahrungen einfließen.

Fortbildung für Heizölfachbetriebe

Die betrieblich verantwortliche Person der nach der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, AwSV, Paragraf 62 zertifizierten Heizölfachbetriebe muss sich mindestens alle zwei Jahre fortbilden, um die Zertifizierung des Fachbetriebs zu verlängern. Hierfür hat der Fachverband gemeinsam mit der Überwachungsgemeinschaft ein Konzept erstellt und die entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen in 2021 angeboten.

Die Schulungen sollen nicht nur den formell erforderlichen Fortbildungsnachweis bringen, sondern den Teilnehmern vor allem in der betrieblichen Praxis nutzen. Deshalb wurde bei der Konzepterstellung Wert darauf gelegt, dass sich für die Durchführung Sachverständige verantwortlich zeichnen, die praxisnah und aus eigener Erfahrung Problemstellungen darstellen und Lösungsmöglichkeiten nach den allerneusten Vorschriften aufzeigen können.

SHK-Fachkraft für Klima- und Wärmepumpenanlagen

Die Schulung zur SHK-Fachkraft für Klima- und Wärmepumpenanlagen konnte 2021 wieder in Präsenz stattfinden. Insgesamt sechs Seminare fanden statt.

Die Teilnehmer erfüllen damit die Maßgabe der Chemikalien-Klimaschutzverordnung, die von Personen, die an Wärmepumpen-, Kälte- und Klimaanlagen arbeiten, eine Sachkundeschulung fordert. Zumal es mit der wachsenden Bedeutung von Wärmepumpen und Raumklimageräten für SHK-Betriebe wichtig ist, dahingehend auf dem aktuellen Wissensstand zu sein.

Ergänzt wurde dieses Angebot durch einen Workshop "Kältetechnik - praktische Übungen" und eine Wärmepumpenschulung in Anlehnung an VDI 4645.

Neu: Smart Home - KNX Workshop

Die Digitalisierung der Gebäudetechnik ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Einige intelligente Komponenten werden bereits heute per Vorschrift gefordert, wie Smart-Meter. Andere Komponenten, beispielsweise Nutzerinterfaces, werden sogar gefördert. Für SHK-Betriebe wird es daher immer wichtiger, sich an dem Umsetzungsprozess aktiv zu beteiligen und entsprechende Lösungen anbieten zu können.

Daher bietet der Fachverband seit 2021 in Zusammenarbeit mit Referenten der KNX Association einen KNX-Workshop an. Ziel ist es, dass die Teilnehmer die intelligenten Komponenten auf Basis des KNX-Protokolls kennenlernen und wie diese programmiert, installiert und gewartet werden. Dies wird praktisch mithilfe von KNX-Workshop-Koffern geübt. Die Teilnehmer erhalten zudem von der KNX Association einen Gutschein über eine Lizenz der ETS5 lite.

Klempnertreff digital 2021

Auch der Klempnertreff fiel im Jahr 2021 den coronabedingten Regelungen zum Opfer und so mussten sich auch die Klempner auf ein digitales Format einlassen. 70 Teilnehmer machten das Online-Format unter dem inoffiziellen Motto „Mal ganz anders, aber gut wie immer“ schließlich zu einem prima Erfolg und nutzten das Event im Februar 2021, um nicht nur die Kontakte in der Klempnerfamilie zu pflegen, sondern auch, um einem spannenden Programm beizuwohnen.

Neben der Überarbeitung der Klempnerfachregel und betriebswirtschaftlichen Themen zur Kalkulation und zu Kennzahlen im SHK-Handwerk war eine Live-Übertragung aus einer Werkstatt das unbestrittene Highlight. Thomas Weiß, Zimmermeister und Experte im Schulungswesen der PREFA Academy, zeigte dabei eine mögliche Ausführung für eine offene Stoßverbindung mit unterlegtem Blech. Selbst erfahrene Klempner staunten nicht schlecht über seine besonders raffinierte Ausführung eines Attika-Eckstückes.

In der Abschlussdiskussion kamen noch Kaminverkleidungen und die nötigen Sicherungsmaßnahmen auf dem Dach zur Sprache. Besondern interessant waren die je nach Bundesland teilweise stark unterschiedliche Regelungen hierfür.

Walter-Bucerius-Seminar

Wie so oft im Leben, kam bei der Planung für das Walter-Bucerius-Seminar alles anders als geplant. Dem Fachverband erging es wie so vielen Veranstaltern auch: alle größeren Präsenzveranstaltungen mussten aufgrund der pandemischen Lage abgesagt werden. Also wurde die Traditionsveranstaltung der Ofen- und Luftheizungsbauer kurzerhand, wenn auch in stark reduzierter Form, Anfang März in die digitale Welt transferiert. Allen Befürchtungen zum Trotz haben die Ofen- und Luftheizungsbauer das neue Format hervorragend angenommen und die Fachtagung zu einem Riesenerfolg gemacht.

Im Fokus stand die neue Fachregel Ofen- und Luftheizungsbau TROL 2021, deren Entwurf vom Zentralverband SHK anlässlich der ISH 2021 veröffentlicht wurde. Die wichtigsten Änderungen sowie die Anforderungen an die Wassertechnik trug Fachverband Referatsleiter Technik Jörg Knapp vor. Anschließend wurde das vollständig auf den Kopf gestellte und deutlich ausgeweitete Kapitel 5 „Verbrennungsluftversorgung“ von Tobe Hinrichs von der Firma Leda erläutert. Tim Froitzheim vom Zentralverband SHK nahm sich das überarbeitete Kapitel 6 zum Thema Brandschutz „zur Brust“. Zum Abschluss ging es noch um Warmluftöfen und keramischen Heizgaszüge sowie um Hypokausten.

Mit rund 120 Teilnehmern übertraf die Teilnehmerzahl alle Erwartungen. Die Diskussion im Chat und bei den Fragerunden sorgten dafür, dass das Format sehr lebendig und kurzweilig war. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle, die das erste „WBS digital“ zu einem solchen Erfolg gemacht haben.

Was trotz aller Freude digital leider nicht möglich ist, ist der persönlich Austausch, neue Kontakte zu knüpfen und alte Freunde wiederzusehen. Insoweit setzen die Veranstalter in den Folgemonaten alles daran, das WBS 2022 wieder in traditioneller Manier in Titisee zu planen. Doch leider wurde diese Hoffnung aufgrund der Coronalage im Winter 2021/2022 zerschlagen.

Unternehmerfrauen stärken ihre Resilienz

Geballte Frauenpower konnte man wieder vom 1. bis 2. Juli 2021 beim Unternehmerfrauenseminar erleben, das dieses Mal in Schwäbisch Gmünd stattgefunden hat.

Zwei Tage lang holten sich engagierte SHK-Unternehmerinnen frischen Input für ihre betriebliche Praxis: Heftig diskutiert wurde am ersten Tag über arbeits- und baurechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona. Fachverbands-Rechtsreferent Christoph Christiansen stand den Unternehmerinnen dabei Rede und Antwort.

Um die nachrückende Mitarbeitergeneration Z ging es dann im weiteren Tagesverlauf. Katherina Reiser, betriebswirtschaftliche FV-Referentin, analysierte dabei, wie mit dieser am besten umgegangen wird und gab konkrete Tipps für den Betriebsalltag.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie stand der zweite Seminartag im Zeichen der Resilienz. Eveline Siehler von der Unternehmensberatung „Müller und Partner“ gab handfeste Antworten auf die Frage, wie man es schafft, trotz hoher Anforderungen und komplexer Arbeitsbedingungen stark und gelassen zu bleiben und die eigene Widerstandskraft zu stärken.

Drumherum hatten die Teilnehmerinnen natürlich noch ausreichend Gelegenheit zum Netzwerken und um die schönen Seiten von Schwäbisch Gmünd zu erkunden: Sie genossen die Führung durch den erlebnisreichen Heilkräutergarten der Naturkosmetikfirma „Weleda“.

 

Digitaler Herbst 2021

Digitale Fachtagung zur SHK-Zukunft: „Wer sich nicht bewegt, wird bewegt“

Die Zukunft im Blick hatte der Fachverband bei der Gestaltung seiner digitalen Fachtagung am 24. September 2021. Mit Vorträgen zu den Themen Klimaschutz und Digitalisierung sollten die SHK-Betriebe dafür sensibilisiert werden, welche Herausforderungen auf sie zukommen, aber auch welche Chancen es zu ergreifen gilt.

So betonte Fachverband-Vorsitzender Joachim Butz in seiner Einführung: „Niemand hat gesagt, dass es leicht wird. Aber, wer sich nicht bewegt, wird bewegt.“ Den Veränderungen sollte nicht mit einer Verteidigungshaltung begegnet werden, sondern die Betriebe müssten vorne mit dabei sein. „Wenn Sie als Handwerker Ihre Prozesse erst auf den Prüfstand stellen, wenn es nicht mehr läuft, dann ist es zu spät! Kundenorientierung ist kein Saisongeschäft,“ appellierte der Vorsitzende. Die Verbandsspitze fürchte nämlich, dass aufgrund der glänzenden Auftragslage viele Unternehmer keinen Bedarf sehen, die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmensstrategie zu hinterfragen.

Abschied von Öl und Gas – alle Kraft in die Wärmepumpe

Dass die Betriebe ihre Schwerpunkte zukünftig anders setzen müssen, das bestätigte Referent Dr. Martin Pehnt. Pehnt ist wissenschaftlicher Geschäftsführer und Vorstand des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg und als Mitglied im „Aktionsbündnis Klimaschutz“ des Bundesumweltministeriums und wissenschaftlicher Berater der Energieeffizienz-Roadmap 2050 der Experte für die Entwicklungen in Sachen Klimaschutzpolitik. Bei seinem Vortrag „Fit für 2030: Klimaschutzpolitik und die Auswirkungen auf das SHK-Handwerk“ legte er den Finger in die Wunde. Die Treibhausgas-Emissionen in den verschiedenen Sektoren im Abgleich mit den zu erreichenden Zielen zeige, dass insbesondere im Gebäudebereich die Entwicklung stagniert. Zur Erreichung der Klimaschutzziele brauche es langfristige und zielkompatible Instrumente. „Wenn es um das Thema Erneuerbare Energien geht, sind Sie als SHK-Handwerker als wichtigstes Scharnier zum Endkunden gefragt.“ Der Wissenschaftler bezeichnete die Wärmepumpe als die Technik, auf die die Hoffnungen gesetzt werden: „Die Wärmepumpe wird an Bedeutung gewinnen. Bereiten Sie sich mit aller Kraft darauf vor!“ Überhaupt riet er den SHK-Unternehmern, sich mit dem Angebot neuer Dienstleistungen zu beschäftigen, sei es mit Photovoltaik-Paketen, als Wärmepumpen-Doktoren, Sanierungsfahrplan-Experten oder für automatische Betriebsüberwachungen.

Wie begegnet das Handwerk seinen Kunden digital?

Die vorgestellten Ergebnisse des Digitalisierungsbarometers für das Bau- und Ausbauhandwerk machten deutlich, dass es Entwicklungspotenzial gibt. Vorgestellt wurde beispielsweise die Einbindung von Abfragestrecken auf Firmen-Webseiten mithilfe des neuen „Serviceportals SHK“, die automatisierte digitale Angebotserstellung, eine handwerksspezifische Empfehlungsplattform für Kunden und ein Tool für das digitale Präsenzmanagement von Betrieben.

Eines wurde jedoch bei all den Impulsen und Maßnahmen deutlich: „Nur wenn Ihr Team mitmacht, können Sie digitalisieren!“ Das stellte SHK-Unternehmer Tom Herb von der Herb GmbH heraus und hatte für seine Berufskollegen. noch eine ganze Reihe an Praxistipps parat.

Die Diskussionen im Chat sowie die Rückmeldungen nach der Veranstaltung zeigten deutlich, dass der Nerv der Teilnehmer getroffen wurde und die Themen Klimaschutz und Digitalisierung die Branche bewegen.

Webinar-Reihe: Digitale Lösungen für SHK-Betriebe

Der Fachverband hatte sich 2021 auf die Fahne geschrieben, die Mitgliedsbetriebe in Sachen Digitalisierung voran zu bringen. Und so wurde erstmalig ein "Digitaler Herbst" organisiert. Den Auftakt bildete die Fachtagung "Die Zukunft im Blick" zu Klimaschutz und Digitalisierung Ende September.

Da die SHK-Betriebe jedoch sehr vielfältig aufgestellt sind, wurde schnell deutlich, dass das breite Spektrum der Digitalisierung nicht nur mit einer Veranstaltung abgedeckt werden konnte. Die Idee war geboren, hierzu eine ganze Webinar-Reihe auf die Beine zu stellen!

Von der digitalen Kundenreise, über Suchmaschinenmarketing,  digitalem Präsenzmanagement  und Cyberkriminalität reichte der große Strauß an Themen, die im wöchentlichen Rhythmus mit Live-Webinaren abgedeckt wurde. Ein letzter Webinarteil ließ dann die Unternehmer selbst zu Wort kommen - anhand von Praxisbeispielen lernten die Teilnehmer die Lösungsstrategien anderer SHK-Unternehmer kennen.

Um allen Mitgliedsbetrieben einen Mehrwert zu bieten – auch denen, die keine Möglichkeit hatten, sich bei den Veranstaltungen weiterzubilden, hat der Fachverband zwei Sonderrundschreiben Digitalisierung herausgegeben.

Webinare

Nachdem 2020 das Seminarwesen des Fachverbandes wegen der beginnenden Corona-Pandemie erst zum Erliegen kam und später dann in Form von Webinaren als „zartes Pflänzchen“ wiederbelebt wurde, startete der Fachverband im Jahr 2021 mit diesem Fortbildungsbereich voll durch.

Etablierte Ein-Tages-Seminare wurden in den virtuellen Raum verlegt. Zusätzlich testete das Team eine Vielzahl neuer Formate: von ein- bis zweistündigen Kurz-Webinaren zu einem bestimmten Themenschwerpunkt bis hin zu regelmäßig durchgeführten Webinaren, die den Teilnehmern einen Themenquerschnitt aus der SHK-Branche boten.

Webinare wurden beispielsweise zu folgenden Themen durchgeführt:

  • ÜWG-Fortbildung nach § 62 AwSV
  • ÜWG-Monteurschulung
  • Sachkundenachweis TRGI und TRWI
  • Monteurschulung „Fit an Gasanlagen“
  • Einstieg in die Gefährdungsanalyse nach TW-VO
  • BEG-Antrag richtig stellen
  • Fördergelder für energieeffizientes Bauen und Sanieren
  • Das GEG für das SHK-Handwerk auf den Punkt gebracht
  • Raumluftfiltergeräte für Schulen und Kitas
  • Richtig Lüften unter Pandemiebedingungen
  • Die neue FeuVO für das SHK-Handwerk auf den Punkt gebracht
  • Die Baustellenorganisation im SHK-Handwerk
  • Kunden- und Wartungsorganisation
  • Das One-Touch-Angebot im SHK-Handwerk
  • Kostenrechnung im SHK-Handwerk
  • Reise durch die Betriebswirtschaft
  • Die Betriebsnachfolge im SHK-Betrieb richtig gestalten
  • Cyberkriminalität im Handwerk
  • SHK-Betrieb im Internet: digitales Präsenzmanagement

Im Februar 2021 startete der Fachverband darüber hinaus mit neuen Informationsformaten: Bei „SHK-Impuls am Mittag“ griffen die verschiedenen Referate in kostenlosen Webinaren wöchentlich wechselnde Themen auf. Ergänzt wurde dies durch  „SHK Update“, eine Art "Nachrichten-Sendung" jeden ersten Donnerstag im Monat um 11 Uhr. Dieses Live-Update bot den Unternehmen die Chance, sich innerhalb von 45 Minuten kompakt über die aktuellen Entwicklungen im SHK-Bereich zu informieren.